Einweihung
Reiki-Seminare werden auch als „Einweihung“ bezeichnet. Obwohl dieser Begriff an sich eine religiöse, ja, vielleicht sogar sektenverbundene Bedeutung zu haben scheint, kann Reiki dennoch als „ganz normale“ Tätigkeit betrachtet werden. Übrigens gilt Reiki mittlerweile sowohl in den USA, als auch in Großbritannien als offiziell anerkannte, zusätzliche Ausbildung für sämtliche Heilberufe. Mediziner und Reiki-Gebende arbeiten nicht selten sogar gebietsübergreifend zusammen. Die Bezeichnung „Einweihung“ symbolisiert einzig und allein die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten im Hinblick auf die Reiki-Energie. Die Seminar-Teilnehmer werden in diesen Bereich vom Reiki-Lehrer, welcher ebenfalls auf diese Weise mit Reiki vertraut gemacht wurde, „eingeweiht“.
Eine solche Einweihung kann entweder als Einzel-Einweihung oder in Form eines Gruppen-Seminars stattfinden, wobei der ersteren Variante aufgrund der dabei gegebenen Lehr-Intensität in den meisten Fällen der Vorzug zu geben ist. Einweihungen finden darüber hinaus vermehrt auch als so genannte Ferneinweihungen statt. Denn auf diese Weise kann Reiki-Interessierten in gewisser Weise mehr Flexibilität gewährt werden. Unterschieden werden bei der Einweihung an sich vier unterschiedliche Grade. Während der Durchführung des 1. Grades wird der so genannte „Energiekanal“ des Lernenden gereinigt und gleichzeitig auch gestärkt, die Reiki-Symbole werden „eingesetzt“. Somit wird ermöglicht, dass die Reiki-Energie bis zum „Lebensende“ des Reiki-Schülers fließen wird.
Also kann Reiki sowohl für „eigene“ Zwecke, als auch für die Weitergabe an andere Menschen, an Tiere und Pflanzen genutzt werden. Der so gereinigte und stabilisierte Energiekanal wird niemals mehr „versiegen“; ganz im Gegenteil: je häufiger Reiki angewendet wird, desto mehr Energie kann und wird auf Dauer fließen. Ob bzw. wann sich der Reiki-Lehrling in den 2. Grad des Reiki einweihen lässt, bleibt diesem selbst überlassen. Jedoch verhält es sich in der Regel so, dass aufgrund der dabei zu erwartenden, gravierenden Steigerung des Energieflusses der große Wunsch besteht, auch dieses Ziel rasch zu erreichen. Wissenswert ist in diesem Zusammenhang gleichermaßen, dass dieser 2. Reiki-Grad in einer überaus vielfältigen Art und Weise angewendet werden kann.
Jedoch sollte, bevor es letztendlich soweit ist, ein wenig Zeit verstreichen, um die Entwicklungsschritte und den Reinigungsprozess, welche schon mit dem 1. Grad der Einweihung einhergehen, vollends wirken und sich festigen zu lassen. Nach der Vermittlung des Grundwissens erhält der Reiki-Lehrling einen tieferen Einblick in die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten des Reiki. Dieses schließt die Vorgehensweisen bei der Eigenbehandlung wie auch die Vermittlung der Kenntnisse in bezug auf die Weitergabe der Reiki-Energie an andere Personen mit ein. Außerdem erhält der Reiki-Schüler in den Lehrgängen und Seminaren ein fundiertes Wissen über das Leben und Wirken des Dr. Mikao Usui. Auch die von ihm aufgestellten Lebensregeln werden gelehrt.
Der Grad des Reiki-Meisters wird mit dem 3. Einweihungsgrad, der so genannte Lehrergrad im 4. Grad vermittelt. Der Lehrergrad wird auch als 4. Lichtgrad bezeichnet und kann erst ab dem Erreichen des Meistergrades weitergegeben werden. Dieser stärkt die meisterliche Intuition und erhöht in gewisser Weise die Kraft der bis dato „erhaltenen“ Reiki-Symbole und wird zudem überwiegend im Bereich der Meditation eingesetzt. Es sollte zuvor jedoch stets eingehend geprüft werden, ob und inwieweit der Reiki-Lehrling überhaupt in der Lage ist, Reiki an andere Menschen weiterzugeben und die damit verbundenen, wertvollen Fähigkeiten zu vermitteln – und diese auch zu „leben“.
In Fakt ist, dass bei einer Reiki-Einweihung viele körperbezogene Dinge in Bewegung kommen (können); auch der Reinigungs- und Anpassungsprozess kann mit zahlreichen, neuartigen Emotionen und Erfahrungen behaftet sein. Viele Reiki-Schüler sollten sich aus diesem Grunde im Vorfeld informieren, ob eine Ferneinweihe, welche telefonisch, per Email oder auf dem Postwege mit den entsprechenden Reiki-Unterlagen vonstatten geht, tatsächlich sinnvoll ist. Denn im Zuge einer persönlichen Einweihung können Fragen und Probleme auf direktem Wege mit dem Reiki-Lehrer geklärt sowie der eintretende Energiefluss gemeinsam „erlebt“ werden. Denn dieses könnte den Zugang zum Reiki um ein Vielfaches erleichtern.
Anbetracht der Tatsache, dass bekanntlich selbst eine Fernweitergabe der Reiki-Energie sehr wohl möglich ist, erfreut sich die Ferneinweihung ebenfalls großer Beliebtheit. Denn die meisten Reiki-Anwender sind sich einig: die Energie muss nicht ausschließlich im persönlichen Kontakt fließen, sondern sie kann auch über große Entfernungen weitergegeben werden.